Kaum waren in den Zeitungen erste Schlagzeilen zu den bevorstehenden Flüchtlingswellen aus der Ukraine zu lesen, da beschloss die Rudolf-Steiner-Werkgemeinschaft in Schloss Hamborn schon, ihre Hilfe anzubieten. Seit fast einem Jahr steht ein Teil des bisherigen Altenwerks in Schloss Hamborn leer, da im April 2021 das neue Altenwerk eingeweiht und in Betrieb genommen worden ist. Der Vorstand der Rudolf-Steiner-Werkgemeinschaft beschloss, diese Räumlichkeiten der Gemeinde Borchen zur Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine anzubieten.
Ein paar Stunden später trafen sich Gerd Bögeholz, Peter Wendt, Stefan Rikus und Hartmut Oster aus Schloss Hamborn mit Bürgermeister Uwe Gockel und seinen Mitarbeiter*innen Silke Hink und Thomas Finke, um die Örtlichkeiten in Augenschein zu nehmen.
Verteilt auf zwei Etagen stehen voraussichtlich 37 Zimmer sowie weitere Sanitär- und Gemeinschaftsräume zur Verfügung. In den nächsten Tagen soll mit der Herrichtung der Räumlichkeiten begonnen werden. Ein Teil des Inventars kann eventuell noch aus der Einrichtung übernommen werden – fehlenden Betten, Kühlschränke und Schränke würden von der Gemeinde Borchen unbürokratisch aufgefüllt. „Damit kann ein Großteil der zu erwartenden Flüchtlinge adäquat untergebracht werden“, freut sich Bürgermeister Gockel. Damit müssten die Flüchtlinge nicht, wie in der letzten großen Flüchtlingswelle, in Notunterkünften in Gemeindehallen untergebracht werden. Unter den Flüchtlingen befinden sich zum größten Teil Frauen und Kinder, die im Altenwerk wesentlich mehr Privatsphäre hätten als in einer Notunterkunft. Gerd Bögeholz von der Rudolf-Steiner-Werkgemeinschaft freut sich, dass die Werkgemeinschaft mit der Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten einen hilfreichen Beitrag in der Ukrainekrise leisten und den Geflüchteten vorübergehend ein Zuhause bieten kann.
Auf dem Foto v.L.: Silke Hink, Gerd Bögeholz, Uwe Gockel und Hartmut Oster