Wärmenetze in Borchen: Auf dem Weg zur klimafreundlichen Wärmeversorgung

In Deutschland erzeugt bisher nahezu jedes Haus seine Wärme eigenständig, häufig durch einen Heizkessel, der auf Erdgas oder Heizöl basiert. Im Einklang mit dem Bundes-Klimaschutzgesetz strebt Deutschland an, bis zum Jahr 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Der Wärmesektor spielt dabei eine besonders wichtige Rolle, da er etwa die Hälfte des gesamten Energiebedarfs in Deutschland ausmacht. Daher ist es unerlässlich, die Wärmeversorgung in den kommenden Jahrzehnten auf regenerative Energien umzustellen. Langfristig stellt dies nicht nur eine wirtschaftliche Lösung dar, sondern reduziert auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus politisch instabilen Regionen.

Im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Borchen wurde ermittelt, welche Gebiete ggfls. durch Wärmenetze sinnvoll versorgt werden können und in welchen Gebieten die Bürgerinnen und Bürger auf eine eigene dezentrale Lösung setzen sollten.

Nach der Planung steht nun die Umsetzung bevor: In einem transparenten Verfahren soll nunmehr ein externer Betreiber für den Bau und den Betrieb von Wärmenetzen ermittelt werden, zunächst für die Bereiche rund um die Schulzentren in Nordborchen und Dörenhagen. Das Verfahren wird derzeit mit einem erfahrenen Ingenieurbüro und einer Rechtsberatung abgestimmt, so dass die wirtschaftlichste Lösung für die Bürgerinnen und Bürger gefunden werden soll. Der Bau der Wärmenetze wird über mehrere Jahre in verschiedenen Bauabschnitten erfolgen. Ein Wärmenetz ist besonders wirtschaftlich, wenn sich viele Hausbesitzer anschließen, da die Baukosten für die Erdarbeiten und die Heizzentrale hoch sind. 

Zu Beginn des kommenden Jahres ist eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger zu den Ergebnissen der Kommunalen Wärmeplanung sowie zum Verfahren zur Ermittlung eines externen Betreibers für den Bau und den Betrieb von Wärmenetzen geplant.

Der Prozess wird unterstützt durch das Forschungsprojekt FlexLabQuartier: Hier wird die klimaneutrale Transformation von Quartieren beleuchtet. Gemeinsam mit der Hochschule Bielefeld, der Universität Paderborn und weiteren Partnern werden dabei im Reallabor Borchen die politisch-planerischen Aspekte der Wärmewende untersucht.

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