Unternehmensbesuch bei Landwirt Burkhard Wiesemann-Hesse, Borchen-Etteln

Am Rande der Veranstaltung „Herausforderungen der Landwirtschaft! Wie kann Borchen unterstützen?“ (s. Bericht) erhielt ich die Einladung zum Unternehmensbesuch bei Burkhard Wiesemann-Hesse in Etteln. Ihn und seine Familie durfte ich gestern besuchen.
Ich bin selbst mit Landwirten aufgewachsen und kenne die berechtigten Sorgen und Nöte aus vielen Gesprächen im Freundeskreis.

Respekt und Anerkennung für den hohen Einsatz unserer Landwirte zum Wohle unserer Lebensqualität, unseres gesellschaftlichen Wohlstands und des Miteinanders innerhalb unserer dörflichen Struktur. Einen landwirtschaftlichen Betrieb heute erfolgreich und wirtschaftlich zu führen bedeutet ein hohes Maß an Kenntnissen, allein zur Bewältigung der in den letzten Jahren stets zugenommenen administrativen Aufgaben zur Unternehmensführung. Zudem ein hohes Maß an Risiko- und Leistungsbereitschaft sowie sozialer- und Führungskompetenzen. Landwirt – das ist in meinen Augen nicht nur Beruf, sondern stets auch ein großes Stück Berufung.

Ich empfehle jedem, der seine Haltung gegenüber der Landwirtschaft auf eine solide Grundlage stellen will, einen Unternehmensbesuch bei einem örtlichen Landwirt. Burkhard Wiesemann-Hesse (36 Jahre) betreibt in Etteln seit inzwischen 20 Jahren Landwirtschaft (ca. 80 ha) und Schweinezucht. Insgesamt 500 Sauen werden in seien Stallungen (Etteln, Depandance in Scharmede) nach konventioneller Art gehalten und von ihm und seinen beiden Mitarbeitern rund um die Uhr betreut. Die Stallungen entsprechen den heute hohen Auflagen. Der Betrieb wird, wie alle landwirtschaftlichen Betriebe, regelmäßig kontrolliert und überwacht, die Tiere regelmäßig dem Tierarzt vorgeführt und versorgt. Den Sauen scheint das zu gefallen und die Ferkelchen wirkten quietsch fidel und lebendig. Burkhard Wiesemann legt äußersten Wert auf Hygiene und Sauberkeit, um keine Infektionen in den Bestand zu bringen.
Sicher gibt es auch in der Landwirtschaft Herausforderungen, die gemeinsam angegangen werden müssen. Dafür sind Landwirte wie Burkhard Wiesemann durchaus offen. Berechtigte Kritik der Landwirte zu fehlender Klarheit und Transparenz von Vorgaben, bisher fehlender politische Entscheidungen zur Finanzierung neuer Systeme in Bezug auf Tierwohl sowie EU-weit vergleichbare Wettbewerbsbedingungen/keine Importe aus Drittländern mit niedrigeren Standards, muss aufgegriffen werden, um der Landwirtschaft die nötige Planungssicherheit zu geben.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.